Focused on Veterinary Diagnostics
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Testverfahren

  • > FASTest® / Schnelltest

    Lateral Flow Test

    Die FASTest® basieren auf einem immunochromatographischen „Sandwich“-Prinzip. Die im Probenmaterial enthaltenen extrazellulären Antigene bzw. Antikörper gehen im Bereich des Konjugatkissens der Nitrozellulosemembran spezifische Antigen-Antikörper-Komplexe ein. Diese durchfließen die Membran („Lateral Flow“) und werden unter Ausbildung einer TESTlinie an membranfixierte Antikörper bzw. rekombinante Antigene gebunden.

    Die korrekte Testdurchführung wird durch die Ausbildung einer KONTROLLlinie angezeigt.

     

    Antigen-Nachweis im FASTest

    Antikörper-Nachweis im FASTest

  • > MegaFLUO® / IFT

    Indirekter Immunfluoreszenztest

    Testprinzip MegaFLUO

    Im indirekten Immunfluoreszenztest (IFT) binden sich spezifische Antikörper, die sich in den vorverdünnten Seren befinden, an die auf dem Objektträger befindlichen Antigene. Nicht-gebundene, unspezifische Serumproteine werden abgewaschen. Fluorescein-markierte FLUO FITC-Antikörper im Konjugat binden an die Antigen-Antikörperkomplexe. Die Beurteilung erfolgt mittels Fluoreszenzmikroskop (Filtersystem für FITC) bei 400× Vergrößerung.

  • > MegaELISA® / ELISA

    Der ELISA (Enzyme-linked immunosorbent assay) ist ein verbreitetes immunologisches Verfahren, das auf einer enzymatischen Farbreaktion basiert. Er wird zum Nachweis von Proteinen (u.a. Antikörpern), Viren oder niedermolekularen Verbindungen (z.B. Hormone, Entzündungsmarker, Toxine) in einer Probe herangezogen.

    Für den Test macht man sich die hoch-spezifische Antikörper-Antigen-Reaktion zunutze.

    Prinzip des ELISA

    Die in der Diagnostik am häufigsten verwendeten Formate sind der indirekte ELISA zum Nachweis von Antikörpern in einer Probe und der Sandwich-ELISA.

    Beim indirekten ELISA wird das Antigen an die Platte gebunden. Dieses wiederum bindet die spezifischen Antikörper in der Probe. Im Sandwich-ELISA wird ein Analyt-spezifischer Antikörper an die Platte gebunden. Dieser bindet den Analyten in der Probe.

    Der Nachweis erfolgt in beiden Fällen durch einen spezifischen Enzym-markierten Detektionsantikörper (Konjugat). Das gekoppelte Enzym wandelt das spezifische Substrat in ein gefärbtes Produkt um.

  • > MegaLINE® / Blot

    Der LINE Immunoassay ist eine vereinfachte Form des Western Blots. Dabei werden gereinigte Antigene/Proteine auf eine Trägermembran aufgebracht. Antikörper in der Probe binden an diese Antigene und können mit einem enzymmarkierten Detektionsantikörper (Konjugat) sichtbar gemacht werden.

  • > Koagulation

    Unter Koagulation versteht man in der Medizin die Gerinnung von Blut oder Lymphe, aber auch die Gerinnung von Eiweiß.

    1. Blutgerinnung

    Die Gerinnung ist ein lebenswichtiger Prozess, der bei Verletzungen die entstehenden Blutungen zum Stehen bringt. Somit wird der übermäßige Austritt von Blut aus dem Blutkreislauf verhindert und die Voraussetzung für eine Wundheilung geschaffen.

    Gerinnungsstörungen basieren auf primären und sekundäre Defekten bzw. Ursachen. Die primäre Hämostase beruht auf zellulären Faktoren und kann direkt am Tier gemessen werden (z.B. SURGICUTT® Vet.), während die sekundäre Hämostase die eigentliche Blutgerinnung darstellt, bei der die Gerinnungsfaktoren eine wichtige Rolle spielen. Deshalb kann die sekundäre Hämostase auch in vitro, z.B. mit Hilfe des ACT-VETubes bestimmt werden.

    Gerinnungskaskade

    2. Eiweißgerinnung

    Unter dem Begriff „Koagulation“ versteht man auch die Eiweißgerinnung. Dieses Prinzip wird beispielsweise bei der Untersuchung von Punktat aus Bauch- oder Brusthöhle der Katze zum Nachweis bzw. Ausschluss einer FIP-Infektion durch den RIVALTA FIP-VETube-Test angewendet.

  • > Agglutination

    Agglutination

    Agglutination bedeutet eine sichtbare Verklumpung von Antigenen und Antikörpern. Bei der aktiven Agglutination binden sich spezifische Antikörper (Agglutinine) direkt an bestimmte Antigene (Agglutinogene).

    Agglutination

    Bei der passiven Agglutination ist noch mindestens eine dritte Komponente (i.d.R. ein zweiter Antikörper) beteiligt.

  • > Kultivierung

    Die Kultivierung von Mikroorganismen auf geeigneten Nährböden ist in der Regel – sofern die Wachstumsbedingungen (Temperatur, Sauerstoff, pH-Wert etc.) bekannt sind – eine einfache und unkomplizierte Methode zum Nachweis von Mikroorganismen.

  • > PCR

    Die PCR (polymerase chain reaction) erlaubt die selektive Vermehrung bestimmter Gene aus der hochmolekularen genomischen DNA. So können bereits im Initialstadium einer Infektion minimale Mengen an Erreger-DNA nachgewiesen werden.

    Im ersten Schritt der PCR wird die aufgereinigte DNA durch Einwirkung von Hitze denaturiert. Nach Absenkung der Temperatur können die spezifischen Primer an die DNA binden (hybridisieren). Ausgehend vom Primer und in Gegenwart von Nukleotiden synthetisiert die DNA-Polymerase einen neuen DNA-Strang. Dieser Zyklus wird mehrmals wiederholt, um die DNA-Sequenz zu vervielfältigen.

    Der Nachweis der vervielfältigten DNA erfolgt klassisch über die Auftrennung auf einem Agarose-Gel oder bereits im Thermocycler über optische Nachweisverfahren.

    Die iiPCR (insulated isothermal PCR) ist ein neu entwickeltes PCR-Verfahren mit vereinfachter DNA/RNA-Extraktion und –Vorbereitung und einer einfachen Ergebnis-Ablesung.